Drei Wochen später steckte ich noch immer in diesem Teufelskreis fest.
Ruhe, Eis, zurück auf den Platz, Hinken.
Ich hatte die Diagnose akzeptiert, aber nicht die Tatsache, dass es keine echte Lösung gab.
Eines Abends, nachdem Luca ins Bett gegangen war, öffnete ich den Computer wieder.
Diesmal versuchte ich nicht zu verstehen, was nicht stimmte.
Ich versuchte zu verstehen, was das Problem tatsächlich lösen könnte.
Ich landete in einem Elternforum über Morbus Sever.
Die meisten Beiträge stammten von anderen Müttern, die im selben Kreislauf feststeckten wie ich.
Ruhe, Eis, zurück auf den Platz, Hinken.
Dann fand ich eine Diskussion, in der eine Mutter schrieb, dass ihr Sohn ein Produkt namens ComfortHeel Bandage getragen hatte und ein ganzes Turnier ohne Hinken gespielt hatte.
Ich wäre fast daran vorbeigegangen. Ich hatte bei sechs Produkten von einer „Revolution" gehört, die nichts verändert hatten.
Aber dieses hier war anders.
Es war keine generische Kompressionssocke.
Keine Einlage.
Keine Schiene.
Es war eine Bandage, die darauf ausgelegt war, Ferse und Knöchel mit gezielter Kompression genau an dem Punkt zu umschließen, an dem die Achillessehne am Wachstumsknorpel ansetzt.
Es geht nicht darum, den gesamten Fuß zu komprimieren. Die Unterstützung konzentriert sich auf den Punkt der größten Belastung.
Die Idee ist einfach: den Ansatzpunkt beim Laufen, bei Richtungswechseln und beim Springen zu stabilisieren, genau dann, wenn der Zug entsteht. Nicht hinterher auf dem Sofa mit einem Eisbeutel.
Es ist für Kinder zwischen 8 und 15 Jahren konzipiert und ist keine verkleinerte Version eines Erwachsenenprodukts.
Und es passt in Fußballschuhe, ohne zu sperren oder die Bewegungsfreiheit einzuschränken.
Ich bestellte noch am selben Abend eines, in dem Gedanken, dass ich es zurückschicken würde, falls es nicht funktionierte.